Vitamin C

Clementinen enthalten etwa 50 mg Vitamin C pro 100g
Clementinen enthalten etwa 50 mg Vitamin C pro 100g

Vitamin C, das viele auch unter dem Namen Ascorbinsäure kennen, zählt zu den stärksten Antioxidantien, ist im menschlichen Körper an vielen Prozessen beteiligt und soll das Immunsystem stärken. Der tägliche Bedarf liegt bei einem Erwachsenem, laut der DGE, bei etwa 100 mg. Dass der Bedarf laut Aussagen einiger Experten weitaus höher liegt und wieso das so ist können Sie im folgendem Artikel nachlesen.

Allgemeines zu Vitamin C

Der Mensch zählt zu den wenigen Lebewesen die selbst kein Vitamin C herstellen können und dieses daher durch Ihre Nahrung zu sich nehmen müssen. Vitamin C zählt zu den Wasserlöslichen Vitaminen, was bedeutet, dass es nicht in großen Mengen im Körper gespeichert werden kann. Daher können größere Mengen, die auf einmal eingenommen werden, nicht vollständig verwertet werden. Der Körper scheidet das zu viel an Vitamin C einfach über den Urin wieder aus.

Die Wikung von Vitamin C auf den menschlichen Körper

Durch die vielen positiven Eigenschaften gehört Vitamin C zu den bekanntesten Vitaminen. Im folgenden Abschnitt werden nur einige dieser Eigenschaften beschrieben.

Vitamin C – ein starkes Antioxidationsmittel

Freie Radikale sind Moleküle denen ein Elektron fehlt. Diese entstehen zum Beispiel durch Einwirkung von UV-Strahlung. Auch durch Umweltgifte oder Zigarettenrauch werden freie Radikale aufgenommen. Diese freien Radikale entreisen das fehlende Elektron einem anderen Molekül das dadurch selbst zu einem freien Radikal wird. Eine Kettenreaktion kann entstehen und dadurch können funktionelle Moleküle zerstört werden. Die folge können degenerative Erkrankungen wie z.B. Krebs sein.

Antioxidantien können diesen Prozess verhindern indem Sie die freien Radikale dauerhaft binden und somit unschädlich machen. Und genau das macht Vitamin C. Dass Vitamin C bei Krebserkrankungen einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben kann steht schon seit langem fest. Daher wird es in der Zwischenzeit auch hochdosiert als Begleittherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt.

Vitamin C verlangsamt den Alterungsprozess

Freie Radikale beschleunigen den Alterungsprozess. Durch genügend Vitamin C lässt sich dieser Vorgang verlangsamen, da Vitamin C als Antioxidants die freien Radikale unschädlich macht.

Vitamin C für das Bindegewebe

Bindegewebe besteht zu einem großen Teil aus Kollagen. Um also das Bindegewebe zu stärken ist es wichtig, dass im Körper genügend Kollagen vorhanden ist bzw. gebildet wird. Hier kommt wieder Vitamin C ins Spiel. Vitamin C ist beteiligt an der Kollagensynthese und somit einer der wichtigsten Bausteine für ein starkes Bindegewebe. Desweiteren ist Kollagen wichtig für Muskeln, Haut, Knochen und die Gesundheit der Gelenke.

Vitamin C schützt die Gefäße

Vor allem bei älteren Menschen tritt dieses Problem immer häufiger auf: In den Blutgefäßen bilden sich winzige Risse an denen vor allem Fette vermehrt anhaften und dadurch zu einer Verdickung der Arterienwände führen. Das Ergebnis ist Arteriosklerose.

Vitamin C scheint diesen Prozess, laut einer norwegischen Studie, stoppen zu können. Da das Bindegewebe durch Vitamin C gestärkt wird, werden auch die Blutgefäße positiv beeinflusst. Laut der norwegischen Studie konnte sogar ein Rückgang der Arteriosklerose festgestellt werden. Die Entstehung der Mikrorisse kann durch Vitamin C gebremst bzw. sogar Rückgängig gemacht werden.

Vitamin C, Calcium und Eisen

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement. Es ist nachgewiesen, dass Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert. Vitamin C gilt als Förderer der Eisenresorption. Außerdem wandelt Vitamin C das 3-wertige Eisen in die 2-wertige Form um und erhöht somit die Bioverfügbarkeit, es kann also von den menschlichen Körper besser aufgenommen werden.
Ebenso trägt Vitamin C dazu bei, dass Calcium besser aufgenommen werden kann. Vitamin D hat hier den gleichen Effekt.

Vitamin C und die Wirkung auf den Hormonhaushalt

Viele Prozesse im Körper werden über Hormone gesteuert. Vitamin C ist ebenso wie an der Kollagensynthese beteiligt an der Synthese verschiedener Hormone.
Zusammen mit der Aminosäure Tyrosin kann der Körper die Hormone Adrenalin und Noradrenalin produzieren. Diese Hormone werden vor allem bei Stress ausgeschüttet. Vitamin C trägt somit dazu bei die Stressanfälligkeit zu senken und die Stresstoleranz zu erhöhen.

Vitamin C hat eine entgiftende Wirkung

Vitamin C regt das Enzymsystem der Leber an. Dieses ist für die Ausscheidung von Medikamente, toxischen Stoffwechselprodukten und Umweltgiften verantwortlich und entgiftet zusätzlich das Blut.
Außerdem senkt es die schädliche Wirkung von Schwermetallen wie Blei und Quecksilber indem es die Aufnahme ins Blut reduziert, so dass diese wieder besser ausgeschieden werden können.

Vitamin C hilft bei Allergien

Vitamin C wirkt sich auf den Histaminspiegel im Körper aus, es reguliert ihn sozusagen. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von einem Gramm Vitamin C täglich über mehrere Tage den Histaminspiegel im Körper bedeutend senken kann. Es unterstützt den Abbau und die Ausscheidung von Histamin. Somit kann man mit der Einnahme von Vitamin C das Risiko für Allergien, Asthma und Magengeschwüre senken oder die Erkrankungen sogar positiv beeinflussen.

Weitere Eigenschaften von Vitamin C

  • Stärkt das Immunsystem
  • Optimiert den Energietransport in die Zellen
  • Sorgt für die elastizität der Blutgefäße
  • Verbessert die Eisenaufnahme
  • Unterstützt beim Entgiften
  • Reguliert den Hormonhaushalt
  • Schützt die Zellen vor oxidativem Stress
  • Festigt das Bindegewebe
  • Krebsvorbeugung

Wie viel Vitamin C wird benötigt?

Laut der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) wird für Erwachsene eine tägliche Einnahme von etwas über 100 mg pro Tag empfohlen.
Diese Menge ist bereits mit 200g Clementinen oder Orangen erreicht. Alternativ würden etwa 50g rote Paprika ebenfalls die von der DGE empfohlene Tagesmenge decken.

Tagesbedarf Vitamine

Allerdings ist es schwierig hier eine allgemein gültige Aussage zu treffen da viele Faktoren den tatsächlichen Vitamin C Bedarf beeinflussen.
Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Alkohol- und Nikotinkonsum, körperliche Belastung, Stress, genauso wie das Körpergewicht, das Geschlecht und das Alter.

Schaut man sich allerdings in der Tierwelt um, fällt einem auf, dass die von der DGE empfohlene Tagesmenge recht niedrig ist. Die meisten Tiere sind dazu in der Lage das benötigte Vitamin C selbst herzustellen. Eine Maus produziert dabei etwa 275mg Vitamin C pro kg Körpergewicht pro Tag. Ein Hund etwa 40mg/kg. Nimmt man jetzt die niedrigere Vitamin C Synthese eines Hundes und rechnet diese Menge hoch auf ein Körpergewicht von 70kg, was einem durchschnittlichen Menschen recht nahe kommt, so erhält man einen Wert von 2800mg. Selbst wenn man nur 1/4 der Menge nimmt, die ein Hund in der Lage ist selbstständig zu produzieren, kommt man immer noch auf einen Wert von 700mg. Das entspricht immer noch dem 7-fachen des von der DGE empfohlenen Vitamin C Bedarfes.

Übrigens ist eine Überdosierung in der Regel nicht möglich, da das überschüssige Vitamin C über den Urin ausgeschieden wird. Im schlimmsten Fall kommt es zu Durchfall oder Magenschmerzen.

Natürliches und syntetisches Vitamin C – der Unterschied

Viele meinen natürliches Vitamin C und Ascorbinsäure seinen das gleiche. Dem ist jedoch nicht so. Die Ascorbinsäure wird künstlich im Labor hergestellt. Dadurch kann es zu relativ günstigen Preisen verkauft werden. Allerdings ist die künstlich hergestellte Ascorbinsäure nicht identisch mit dem natürlichen Vitamin C. Denn bei der Ascorbinsäure handelt es sich genau genommen nur um die Hülle des Vitamin C und nicht um das komplette Vitamin C.
Die Vitalstoffe, sowie Bioflavonoide und die pflanzlichen Enzyme, die in natürlichen Vitamin C vorhanden sind, finden sich in der Ascorbinsäure nämlich nicht. Dabei sind es gerade diese Stoffe, welche die Bioverfügbarkeit des Vitamin C positiv beeinflussen.
Die gesamte Kraft kann das Vitamin C nur als Vitamin C Komplex entfalten. Bei der isolierten Ascorbinsäure ist das nicht der Fall.
Ganz im Gegenteil: Viele Studien belegen sogar, dass isolierte Stoffe dem Körper eher schaden als ihm nutzen.
So gab es erst im Jahr 2004 eine Studie die aussagt, dass Ascorbinsäure die Herzgesundheit negativ beeinflusst.

Vitamin C als Nahrungsergänzungsmittel

Wie Sinnvoll es ist, Vitamin C als Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen muss jeder für sich entscheiden.
Bevor Sie allerdings zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen sollen Sie erst Ihren Bedarf in etwa kennen. Genauso sollte man in etwa die Menge wissen die man über die normale Nahrung zu sich nimmt. Besteht hier ein Defizit, kann es durchaus Sinnvoll sein zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Abgesehen von Nahrungsergänzungsmitteln, sollten Sie natürlich immer zu erst Versuchen Ihre Ernährung so anzupassen, dass Sie genügend Vitamine zu sich nehmen.
Wenn Sie feststellen, dass Sie zu wenig Vitamin C zu sich nehmen, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht die Ascorbinsäure als Ergänzung wählen.
Achten Sie darauf ein natürliches Vitamin C zu sich zu nehmen. Vor allem aus den sehr Vitamin C-reichen Acerola Kirschen oder aus Camu Camu hergestellten Nahrungsergänzungsmitteln gibt es mittlerweile eine große Auswahl. Ein Preisvergleich kann sich hier entsprechend lohnen. Achten Sie aber auf Qualität, der Preis alleine sollte nicht entscheidend sein. Weiter unten haben wir Ihnen einige Produkte aufgelistet, die ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten.

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Liposomales Vitamin C

Vor allem in letzter Zeit hört man immer häufiger den Begriff „liposomales Vitamin C“. Bei liposomalem Vitamin C handelt es sich um das Vitamin C Molekül welches von einer doppelschichtigen Hülle aus sogenannten Phospholipiden eingekapselt ist. Das soll den Vorteil haben, dass die Bioverfügbarkeit noch einmal enorm gesteigert wird. Dadurch können auch hohe Dosierungen besser vom Körper aufgenommen werden. Diesen Effekt kann man sich vor allem für therapeutische Zwecke zu nutze machen.
Allerdings handelt es sich hierbei wieder um einen Stoff der in der Natur so nicht zu finden ist. Es handelt sich also wieder um ein modifiziertes Vitamin. Die genauen Auswirkungen auf den Körper sind hierzu noch nicht im Detail erforscht, allerdings wird von vielen positiven Auswirkungen berichtet.
Hier muss also wieder jeder selbst entscheiden, zu welchem Mittel man greift.

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Liposmomales Vitamin C selbst herstellen

Die Herstellung von liposomalem Vitamin C ist relativ einfach, allerdings kann man hier nicht die Qualität erwarten die ein kommerziell hergestelltes liposomales Vitamin C hat.
Wenn Sie es trotzdem Versuchen möchten, haben wir Ihnen hier eine Anleitung:

Was Sie zur Herstellung von liposomalem Vitamin C benötigen

  • Ein Glas für die anschließende Qualitätskontrolle
  • Ein Behälter um die fertige Mischung später abzupacken
  • Zwei Messbecher
  • Einen Holz- oder Plastiklöffel (verwenden Sie keine Metalle)
  • Einen Mixer
  • Ultraschall Reinigungsgerät

Folgende Zutaten benötigen Sie für die Herstellung von liposomalem Vitamin C

  • 10 Gramm Kaisernatron
  • 30 Gramm Ascorbinsäure
  • 50 Gramm Lecithin
  • 600 ml destilliertes Wasser

So stellen Sie das liposomale Vitamin C her

Mischen Sie am Tag vor der Herstellung 50 Gramm Lecithin und 400 ml destilliertes Wasser. Nachdem Sie die Mischung gut durchgerührt haben, stellen Sie diese in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag können Sie diese Mischung aus dem Kühlschrank nehmen und erneut gut umrühren. Geben Sie die Mischung danach in den Mixer und schalten Sie den Mixer für etwa eine Minute ein. Danach Mischen Sie 30 Gramm Ascorbinsäure mit etwa 200 ml destiliertem Wasser. Rühren Sie die Mischung gut um und während Sie weiterrühren geben Sie langsam 10 Gramm Kaisernatron hinzu.
Hierbei kann es zu einer starken Schaumbildung kommen, daher sollte der Messbecher nicht zu klein gewählt werden. Nachdem Sie die 10 Gramm Kaisernatron eingerührt haben, können Sie die Mischung ebenfalls in den Mixer geben und diesen wieder für eine Minute einschalten.
Nun können Sie die Mischung aus dem Mixer in das Ultraschall-Reinigungsgerät füllen und dieses einschalten. Das Ultraschall-Reinigungsgerät sollte etwa 20 Minuten laufen. Wenn der Schaum vollständig verschwunden ist, können Sie das Ultraschall-Reinigungsgerät abschalten.
Die meisten Ultraschall-Reinigungsgeräte schalten nach wenigen Minuten automatisch ab. Schalten Sie es in dem Fall einfach wieder ein.
Die entstandene Flüssigkeit sollte weiß-gelblich sein und etwas säuerlich schmecken. Im Kühlschrank ist die fertige lösung etwa 1-2 Wochen haltbar.

Qualität des liposomalen Vitamin C prüfen

Ob Ihr Versuch erfolgreich war können Sie ganz einfach mit einem Test herausfinden den Sie auch zu Hause machen können.
Dazu nehmen Sie eine geringe Menge der fertigen Lösung und geben diese in ein Glas. Geben Sie nun etwas Kaisernatron in das Glas.
Bildet sich nun wenig bis gar kein Schaum haben Sie einen hohen Verkapselungsgrad und Ihr liposomales Vitamin C ist Ihnen gelungen.
Bei einer großen Schaummenge hingegen ist der Verkapselungsgrad gering und die Lösung somit von einer schlechten Qualität.

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Natürliche Vitamin C Quellen

Folgende Lebensmittel gelten als Vitamin C-reich:
Hagebutten, Acerola, Camu camu, wilde Erdbeeren (Blätter), Petersilie, Kresse, Paprika, Brunnenkresse, Brennnesseln, Broccoli, Alfalfa, Sellerie, Karotten und natürlich Zitrusfrüchte.

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